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Samstag, 25. August 2012
nicht immer.
in meiner selbstgezüchteten einsamkeit fühlt sich selbst schwere noch leichter an, als leichtigkeit in vermeintlicher zweisamkeit.
Sonntag, 12. Februar 2012
endprodukt.
zeig mir nocheinmal diese eine deine welt, und ich werde versuchen, sie mit der liebe zu betrachten, die sie verdient.
kein schatten meines hasses soll mehr auf dich fallen.
du bist fehlbar, so fehlbar
wie auch ich. doch wenn wir uns halten,
uns haben, zu zweit sind wir besser,
jeder für sich besser.
und deine worte brennen zeilen in mein herz.
deine gedanken beherrschen die meinen.
und solange du glaubst, solang du hoffst
weiß ich, wir sind nicht verloren.
ich möchte mir jeden deiner sätze
diesmal in deiner handschrift,
auf den körper brennen,
schneiden, schreiben, tätowieren.
ich gebe keines deiner worte mehr her,
nie mehr.
es war noch nie mehr;
und es wird immernoch mehr
und mehr und
ich weiß, dass es wahr war und nicht wahr wurde.
und zu jeder stunde, minute,
sekunde,
jeden tag den du fehlst
denke ich nicht nur an dich,
sondern an jeden meiner fehler,
den du mir nicht verzeihst.
und zu jeder stunde, minute,
sekunde,
jeden tag seit du fehlst
fürchte und sehne ich den tag herbei,
an dem sich alles klärt.
du lässt mich warten - ich warte.
und warte und warte, wartewartewarte
zeit, frier ein.
kein schatten meines hasses soll mehr auf dich fallen.
du bist fehlbar, so fehlbar
wie auch ich. doch wenn wir uns halten,
uns haben, zu zweit sind wir besser,
jeder für sich besser.
und deine worte brennen zeilen in mein herz.
deine gedanken beherrschen die meinen.
und solange du glaubst, solang du hoffst
weiß ich, wir sind nicht verloren.
ich möchte mir jeden deiner sätze
diesmal in deiner handschrift,
auf den körper brennen,
schneiden, schreiben, tätowieren.
ich gebe keines deiner worte mehr her,
nie mehr.
es war noch nie mehr;
und es wird immernoch mehr
und mehr und
ich weiß, dass es wahr war und nicht wahr wurde.
und zu jeder stunde, minute,
sekunde,
jeden tag den du fehlst
denke ich nicht nur an dich,
sondern an jeden meiner fehler,
den du mir nicht verzeihst.
und zu jeder stunde, minute,
sekunde,
jeden tag seit du fehlst
fürchte und sehne ich den tag herbei,
an dem sich alles klärt.
du lässt mich warten - ich warte.
und warte und warte, wartewartewarte
zeit, frier ein.
Montag, 24. Oktober 2011
oktober.
wolken soweit das auge reicht. wind im haar, regen auf der haut, herbst rinnt mir durch die finger.
tag für tag vergeht ein weiterer tag, selbst hier in der kugel; momentan sehe ich sie nur von außen. ich weiß nicht recht etwas mit mir anzufangen, ich weiß nicht, wo ich hingehen soll, also bleibe ich, es ist ja nicht so, als hätte ich fernweh.
du erstaunst mich immer wieder, du verwunderst mich, du (be)rührst mich. du rührst mich zu tränen und bringst mich zum lachen und alles dazwischen, ohne, dass du es weißt: wahrscheinlich ist das besser.
dennoch möchte ich dich sehn, ich möchte mich heute in den zug setzen um morgen eine umarmung zu bekommen, eine, die es auch so meint. und ich möchte meinen kopf vergessen und auch den rest und ich möchte die wahrheit sagen und die wahrheit hören und ich möchte, dass es in ordnung ist, dass ich in ordnung bin, dass es nicht von bedeutung ist, wie sehr mein kopf abstürzt.
wolken, soweit das auge reicht. wind im haar, die tränen werden seltener, ich halte mein wort und den mund und vertraue.
ich glaube dir.
tag für tag vergeht ein weiterer tag, selbst hier in der kugel; momentan sehe ich sie nur von außen. ich weiß nicht recht etwas mit mir anzufangen, ich weiß nicht, wo ich hingehen soll, also bleibe ich, es ist ja nicht so, als hätte ich fernweh.
du erstaunst mich immer wieder, du verwunderst mich, du (be)rührst mich. du rührst mich zu tränen und bringst mich zum lachen und alles dazwischen, ohne, dass du es weißt: wahrscheinlich ist das besser.
dennoch möchte ich dich sehn, ich möchte mich heute in den zug setzen um morgen eine umarmung zu bekommen, eine, die es auch so meint. und ich möchte meinen kopf vergessen und auch den rest und ich möchte die wahrheit sagen und die wahrheit hören und ich möchte, dass es in ordnung ist, dass ich in ordnung bin, dass es nicht von bedeutung ist, wie sehr mein kopf abstürzt.
wolken, soweit das auge reicht. wind im haar, die tränen werden seltener, ich halte mein wort und den mund und vertraue.
ich glaube dir.
Dienstag, 27. September 2011
wort ohne namen.
Solange sie ihr Leben noch nicht eingeholt, ihr Unglück, ihre Rastlosigkeit sie nicht in ihren Besitz zurückgenommen hat, sucht sie vergeblich ihr Innerstes nach den richtigen Worten ab. So tief sie gräbt, das Gefühl des Lebens ist nur zu greifen, wenn ihr alles durch die Finger rinnt. Solang niemand weiß, dass sie meist weint, wenn sie lacht, gibt es nichts, was auf Papier zu bannen ist.
Und doch. Und doch sitzen wir hier, du, ich, zwei und zwei allein, ein letztes Mal vielleicht und ich schreibe. Wenn nichts geht, ist schon alles egal und Freundschaft ist ein Versprechen und ich weiß, dass der Herbst den Winter bringen wird, der Winter bringt Tränen.
Also sitzen wir hier unter einem vergänglichen Himmel und während ich versuche meine Mauern einzureißen, sehe ich dir zu und weiß nicht einmal wobei. Vielleicht denkst du auch, dass der Himmel hier ein anderer ist, als der im Oktober und vielleicht bin ich mehr als ein paar einst weiße Seiten im schwarzen Buch. Wenn du mich vermisst, wenn du an mich denkst, wenn du hinter das Glas blickst.
Ich suche hier immer noch nach dem Wort und sehe dir zu, wie du daliegst und schweigst. Die Sehnsucht mein Freund, der Aufbruch, sag, wann sind wir zuhaus? Die Sehnsucht, die Sehnsucht ist das eine zu Papier zu bringende Wort. Die Sehnsucht braucht kein Fenster, keine Tür in den Mauern in meinem Kopf.
Und solange sie ihr Leben noch nicht eingeholt hat, sucht sie nach den richtigen Worten, denn das eine Wort der Suche...
Und doch. Und doch sitzen wir hier, du, ich, zwei und zwei allein, ein letztes Mal vielleicht und ich schreibe. Wenn nichts geht, ist schon alles egal und Freundschaft ist ein Versprechen und ich weiß, dass der Herbst den Winter bringen wird, der Winter bringt Tränen.
Also sitzen wir hier unter einem vergänglichen Himmel und während ich versuche meine Mauern einzureißen, sehe ich dir zu und weiß nicht einmal wobei. Vielleicht denkst du auch, dass der Himmel hier ein anderer ist, als der im Oktober und vielleicht bin ich mehr als ein paar einst weiße Seiten im schwarzen Buch. Wenn du mich vermisst, wenn du an mich denkst, wenn du hinter das Glas blickst.
Ich suche hier immer noch nach dem Wort und sehe dir zu, wie du daliegst und schweigst. Die Sehnsucht mein Freund, der Aufbruch, sag, wann sind wir zuhaus? Die Sehnsucht, die Sehnsucht ist das eine zu Papier zu bringende Wort. Die Sehnsucht braucht kein Fenster, keine Tür in den Mauern in meinem Kopf.
Und solange sie ihr Leben noch nicht eingeholt hat, sucht sie nach den richtigen Worten, denn das eine Wort der Suche...
Sonntag, 29. Mai 2011
asyl.
und plötzlich ist es so weit: du merkst, dass du 5 stufen zu viel auf einen satz genommen hast, dass das, was du getan hast ziemlicher scheiß war, und die ersten tränen sind immer noch die, die am einsamsten und heißesten sind; in deinem arm.
in deinem arm zu liegen nach solchen abstürzen ist schlimmer, als der gedanke, dich nie gekannt zu haben. indem ich nach solchen nächten deine tür und mein herz vor dir öffne, bestrafe ich mich mehr, als du es je könntest. es liegt nicht an dir - es ist ab hier nur mein weg, nicht unserer - es sind nicht deine fehler, es ist und bleibt mein kaputter kopf; es bereitet mir nicht kopfzerbrechen sondern kopferbrechen, wortkotze ist für diese verdammte scheiße noch das verdammt beste wort. weiter als jetzt kannst du nicht sein, wenn du weiter wärest, wärest du nicht mehr das, was du bist. es ist ein phantomschmerz, die gitter, die ich meine zu sehen, die unfreiheit, die ich bekämpfen muss, nicht will.
frag nur nicht weiter, frag nicht, frag nicht, so wie in jener nacht; niemand will wissen und niemand erzählen, worte sind fleischwölfe und wir sind in solchen nächten nicht mehr als totes leben.
ich hab versucht es zu erklären, aber.
wir sehen die welt nicht mit unterschiedlichen augen, sondern versuchen, mit denselben augen unterschiedliche welten zu betrachten.
deswegen bereue ich, zur falschen zeit zwar, aber. und deswegen denke ich nur an dich, da bist immer nur du, wenn es dann schon zu spät ist macht es das auch nur schlimmer.
denn irgendwann, irgendwann, wenn die nacht dem tag weicht, wenn der raum leerer wird, die musik leiser scheint, wenn man vor müdigkeit nur noch dorthin will, wo man am sichersten ist, dann, ja. dann merkt man, das man eben das dümmstmögliche getan hat, dass die zuflucht fluchtreflexe erweckt, dass liebe verdammt viel mehr als ein wort ist, dann merkte ich, dass ich zwar dich nicht betrügen kann;
aber meine liebe.
dem herzen fremd zu gehen ist ein grober fehler: es vergisst nicht.
in deinem arm zu liegen nach solchen abstürzen ist schlimmer, als der gedanke, dich nie gekannt zu haben. indem ich nach solchen nächten deine tür und mein herz vor dir öffne, bestrafe ich mich mehr, als du es je könntest. es liegt nicht an dir - es ist ab hier nur mein weg, nicht unserer - es sind nicht deine fehler, es ist und bleibt mein kaputter kopf; es bereitet mir nicht kopfzerbrechen sondern kopferbrechen, wortkotze ist für diese verdammte scheiße noch das verdammt beste wort. weiter als jetzt kannst du nicht sein, wenn du weiter wärest, wärest du nicht mehr das, was du bist. es ist ein phantomschmerz, die gitter, die ich meine zu sehen, die unfreiheit, die ich bekämpfen muss, nicht will.
frag nur nicht weiter, frag nicht, frag nicht, so wie in jener nacht; niemand will wissen und niemand erzählen, worte sind fleischwölfe und wir sind in solchen nächten nicht mehr als totes leben.
ich hab versucht es zu erklären, aber.
wir sehen die welt nicht mit unterschiedlichen augen, sondern versuchen, mit denselben augen unterschiedliche welten zu betrachten.
deswegen bereue ich, zur falschen zeit zwar, aber. und deswegen denke ich nur an dich, da bist immer nur du, wenn es dann schon zu spät ist macht es das auch nur schlimmer.
denn irgendwann, irgendwann, wenn die nacht dem tag weicht, wenn der raum leerer wird, die musik leiser scheint, wenn man vor müdigkeit nur noch dorthin will, wo man am sichersten ist, dann, ja. dann merkt man, das man eben das dümmstmögliche getan hat, dass die zuflucht fluchtreflexe erweckt, dass liebe verdammt viel mehr als ein wort ist, dann merkte ich, dass ich zwar dich nicht betrügen kann;
aber meine liebe.
dem herzen fremd zu gehen ist ein grober fehler: es vergisst nicht.
Mittwoch, 23. März 2011
erkennst du dich?
es gibt so viel nicht zu sagen und ich weiß nichts mit meinen gedanken anzufangen;
zu wenig zeit und ich tue was ich muss aber definitiv nicht kann, ich hab viel zu viel vor mir und meine kapazitäten sind zu klein für biochemie und weltuntergang. seit ich weg bin, bin ich frei und seit du weg bist, hab ich angst und meine gedanken flirren um dich wie die luft über der viel zu heißen straße, die unter mir brennt.
verdammt; ich hab zu wenig verständnis für zu viel sinn und ich bin obwohl ich definitiv nicht mehr bin.
ich versteh nicht, was mein problem ist, hey, mädchen, du bist jung, es ist so leicht und einfach.
ich versteh nicht was du zu mir sagst und was du damit meinst und was nicht, und du machst mich noch kleiner als ich es selbst tue. und trotzdem bin ich am mutigsten wenn ich am nacktesten bin, und ich bin in jeder hinsicht nackt. und ich weiß nicht warum und was genau und wie aber ich weiß, dass es hift und bergauf geht und genauso weiß ich, dass ich mit meinen mädchenhänden das gewicht meines kopfzerbrechnens nicht halten kann- ich bin klein.
und so klug wie ich bin, so dumm bin ich, und so jung wie ich bin, so alt bin ich. und so schön wie ich sein könnte, so hässlich habe ich mich mit der zeit gemacht. und im frühling sitze ich im gras und betrachte die narben der nächte, der jahre und der worte und am feinsten sind die narben der gedanken, sie spinnen ein netz über meinen körper, zu verwechseln ähnlich dem netz in dem du mich gefangen hast, mit nur einem satz.
sag mir, wer ich bin.
zu wenig zeit und ich tue was ich muss aber definitiv nicht kann, ich hab viel zu viel vor mir und meine kapazitäten sind zu klein für biochemie und weltuntergang. seit ich weg bin, bin ich frei und seit du weg bist, hab ich angst und meine gedanken flirren um dich wie die luft über der viel zu heißen straße, die unter mir brennt.
verdammt; ich hab zu wenig verständnis für zu viel sinn und ich bin obwohl ich definitiv nicht mehr bin.
ich versteh nicht, was mein problem ist, hey, mädchen, du bist jung, es ist so leicht und einfach.
ich versteh nicht was du zu mir sagst und was du damit meinst und was nicht, und du machst mich noch kleiner als ich es selbst tue. und trotzdem bin ich am mutigsten wenn ich am nacktesten bin, und ich bin in jeder hinsicht nackt. und ich weiß nicht warum und was genau und wie aber ich weiß, dass es hift und bergauf geht und genauso weiß ich, dass ich mit meinen mädchenhänden das gewicht meines kopfzerbrechnens nicht halten kann- ich bin klein.
und so klug wie ich bin, so dumm bin ich, und so jung wie ich bin, so alt bin ich. und so schön wie ich sein könnte, so hässlich habe ich mich mit der zeit gemacht. und im frühling sitze ich im gras und betrachte die narben der nächte, der jahre und der worte und am feinsten sind die narben der gedanken, sie spinnen ein netz über meinen körper, zu verwechseln ähnlich dem netz in dem du mich gefangen hast, mit nur einem satz.
sag mir, wer ich bin.
Donnerstag, 10. März 2011
bis zuletzt.
das letzte Lächeln das auf deinen Lippen lag
bewahr ich mir
bis der Vorhang fällt über dem Tag
an dem es nicht mehr zählt
Donnerstag, 17. Februar 2011
so wie ein kind dem ufer blind und taub den rücken kehrt.
traurige erinnerungen, seelen toter tage, starren mich aus dem dreck dieses raumes an. ich bin eine starke person, ich starre zurück. de facto bin ich ein schwächling und starre zurück, weil ich sie nicht bewältigen kann, die vergangenheit. ich kann nicht einmal wegsehen. sie hat mich.
es gab einmal ein du. das mich fasziniert hat, begleitet, zum strahlen gebracht und zum weinen; ein freund. nicht mehr und nicht weniger. so viel mehr und so viel weniger.
und du starrst mich an. du hast mich verlassen, von heute auf morgen, weil ich dich von heute auf morgen verlassen habe. das netz hatte uns beide gleichsam festgehalten und ich habe mich losgerissen aus der unglücklichkeit. und du bist gegangen. ich weißnicht warum, ich spekuliere nur. du hast mich gekannt und ich habe dich gekannt und du hast mir ebenso vertraut, wie ich dir. und du warst mehr als du wusstest und daswar mein großer fehler. verdammt, ein einziger anruf nur, und ich wollte es nicht sehen, was du fühlst, und vermute, dir sehr wehgetan zu haben. nur, weil ich erst nicht ehrlich sein konnte, und dann nicht ehrlich sein wollte. ich war ein kind, blind und taub. und du mein ufer.
du wirst es nicht erfahren, weil du nicht willst. aber jetzt könnte ich dir sagen, dass es alles war.
traurige erinnerungen, seelen sehr lebendiger tage, starren mich aus dem leuchtenden fenster der welt vor mir an. und du bist nicht mehr da.
es gab einmal ein du. das mich fasziniert hat, begleitet, zum strahlen gebracht und zum weinen; ein freund. nicht mehr und nicht weniger. so viel mehr und so viel weniger.
und du starrst mich an. du hast mich verlassen, von heute auf morgen, weil ich dich von heute auf morgen verlassen habe. das netz hatte uns beide gleichsam festgehalten und ich habe mich losgerissen aus der unglücklichkeit. und du bist gegangen. ich weißnicht warum, ich spekuliere nur. du hast mich gekannt und ich habe dich gekannt und du hast mir ebenso vertraut, wie ich dir. und du warst mehr als du wusstest und daswar mein großer fehler. verdammt, ein einziger anruf nur, und ich wollte es nicht sehen, was du fühlst, und vermute, dir sehr wehgetan zu haben. nur, weil ich erst nicht ehrlich sein konnte, und dann nicht ehrlich sein wollte. ich war ein kind, blind und taub. und du mein ufer.
du wirst es nicht erfahren, weil du nicht willst. aber jetzt könnte ich dir sagen, dass es alles war.
traurige erinnerungen, seelen sehr lebendiger tage, starren mich aus dem leuchtenden fenster der welt vor mir an. und du bist nicht mehr da.
Montag, 24. Januar 2011
so, wie die wellen.
währenddessen zieht das leben zu schnell an mir vorbei. ich kämpfe mit dir um die musik, nicht, weil ich sie nicht mag, sondern weil ich kämpfen muss. während du nicht da bist und ich warte, ertrinke ich und ich ersticke, ich möchte nicht essen, weil mich das gewicht meiner gedanken noch viel schwerer macht, als ich mit dem gewicht meiner lügen, meiner narben, meiner scherben schon bin.
ich sehe euch beim leben zu und bin müde. ich habe für euch nichts übrig und für das leben nur tränen und schreie. ich träue nachts vom tod und tags von katzen. einsam ist, wenn die tasse schon bereit steht, aber kein kaffee im haus ist. ich trinke viel davon, kaffee lässt mich das leben schärfer erkennen. kaffee mit zigaretten ist wie ein kopfschuss - ehrlich und ziemlich ernüchternd. gut, dass ich nicht auch noch rauche.
ich bin nicht aus eis, wie ich scheine. ich habe gefühle. ich erfriere nicht von innen, ich erfriere von außen. ihr erfriert mich. mit eurer grobheit, mit euren worten, mit allem, mit allem, ich bin schwach und klein geworden. klein.
seit langem weine ich wieder am klavier. wenn ich weine, führen mich meine tränen oft an die tasten. verständlich - in meinem kopf ist alles schwarz oder weiß, das klavier tröstet mich. doch ich weine nun auch, wenn ich am klavier bin.
es hat mich verlassen. erstmals seit langem bin ich einsam mit meinem klavier. ich habe vergessen, wie ich es berühren muss, damit es singt. ich spüre noch die sehnsucht, enttäuschung und wut der mondscheinsonate, doch mein klavier verweigert sie mir. wie eine katze, die nicht schnurrt, weil sie in den streicheleinheiten nur mechanik, nicht liebe spürt.
ebenso meine stimme. sie hat das, was sie ausgemacht hat, verloren. stumpf und schartig ist sie geworden, wie ein altes messer, obwohl sie ein bisschen wie der wind und der regen war.
meine seele ist nicht mehr in meiner musik.
ich habe mich zu weit zurückgezogen.
ich habe mich verloren.
und ich weiß, dass es immer wieder aufhört, mich zu zerreißen, aber es heilt nichts.
das verlorene ist verloren.
ich gehe unter.
ich sehe euch beim leben zu und bin müde. ich habe für euch nichts übrig und für das leben nur tränen und schreie. ich träue nachts vom tod und tags von katzen. einsam ist, wenn die tasse schon bereit steht, aber kein kaffee im haus ist. ich trinke viel davon, kaffee lässt mich das leben schärfer erkennen. kaffee mit zigaretten ist wie ein kopfschuss - ehrlich und ziemlich ernüchternd. gut, dass ich nicht auch noch rauche.
ich bin nicht aus eis, wie ich scheine. ich habe gefühle. ich erfriere nicht von innen, ich erfriere von außen. ihr erfriert mich. mit eurer grobheit, mit euren worten, mit allem, mit allem, ich bin schwach und klein geworden. klein.
seit langem weine ich wieder am klavier. wenn ich weine, führen mich meine tränen oft an die tasten. verständlich - in meinem kopf ist alles schwarz oder weiß, das klavier tröstet mich. doch ich weine nun auch, wenn ich am klavier bin.
es hat mich verlassen. erstmals seit langem bin ich einsam mit meinem klavier. ich habe vergessen, wie ich es berühren muss, damit es singt. ich spüre noch die sehnsucht, enttäuschung und wut der mondscheinsonate, doch mein klavier verweigert sie mir. wie eine katze, die nicht schnurrt, weil sie in den streicheleinheiten nur mechanik, nicht liebe spürt.
ebenso meine stimme. sie hat das, was sie ausgemacht hat, verloren. stumpf und schartig ist sie geworden, wie ein altes messer, obwohl sie ein bisschen wie der wind und der regen war.
meine seele ist nicht mehr in meiner musik.
ich habe mich zu weit zurückgezogen.
ich habe mich verloren.
und ich weiß, dass es immer wieder aufhört, mich zu zerreißen, aber es heilt nichts.
das verlorene ist verloren.
ich gehe unter.
Dienstag, 28. Dezember 2010
geh. geh. sie mich an und erkenne, was mir fehlt. und dann geh.
"du bist zurück" sagst du. "ja. ich bin zurück. ich dachte, es ist genug." "genug." "ja. genug. genug der ziellosen reise."
ich wünschte nichts als halt auf hoher see, doch alles was mir blieb, waren tränen auf alten narben und neuen wunden, nach jedem schiffsbruch. ich wünschte mir nichts als wärme und licht in nächtlichem sturm. und während sturzfluten aus dem schwarzen himmel brachen, an dem kein mond und kein stern schien, da hoffte ich nur auf wärme und licht.
und du kamst nicht, reichtest mir nicht die hand und führtest mich nicht hinaus. und so saß ich nächtelang in der einen ecke im raum, in der ecke, in der nun all meine dunklen stunden schlafen und nur warten, dass ein unvorsichtiger laut sie weckt, und sie mich ein weiteres mal fressen können, und ich saß nächtelang im kalten, schwarzen sturm bei tobender see in meinem kopf, und starb vor mich hin, mal für mal, und tausend tode später willst du, des lebens müde, nichteinmal mehr sterben.
jahre später, die sich zählen wie ein leben, wenig jahre später, da bin ich immernoch hier, im selben raum, in der selben ecke, und es sind die selben tränen auf den selben narben.
ich habe nie vergessen, wer ich bin, ich habe nie vergessen, wohin ich gehöre.
und ich frage mich, wo du bist, ich frage mich, warum du, der du den schnee ebenso gesehen hast, der du ebenso erkanntest, was wir sind, ich frage mich, warum du gehen musstest, ich will nicht wissen, was wäre, wenn, und dennoch fehlst du. ich hoffe, dass du leben kannst, dass du finden kannst, wonach du bei mir suchtest, und ebenso hoffe ich, dass du ein verkraftbarer verlust sein wirst.
ich werde nie vergessen können, wie der erste anflug von liebe in einem jahrelang zerschnittenen herzen sich anfühlt. und ich werde nie vergessen, dass liebe immer wieder schmerzlich überflüssig wird.
ich wünschte nichts als halt auf hoher see, doch alles was mir blieb, waren tränen auf alten narben und neuen wunden, nach jedem schiffsbruch. ich wünschte mir nichts als wärme und licht in nächtlichem sturm. und während sturzfluten aus dem schwarzen himmel brachen, an dem kein mond und kein stern schien, da hoffte ich nur auf wärme und licht.
und du kamst nicht, reichtest mir nicht die hand und führtest mich nicht hinaus. und so saß ich nächtelang in der einen ecke im raum, in der ecke, in der nun all meine dunklen stunden schlafen und nur warten, dass ein unvorsichtiger laut sie weckt, und sie mich ein weiteres mal fressen können, und ich saß nächtelang im kalten, schwarzen sturm bei tobender see in meinem kopf, und starb vor mich hin, mal für mal, und tausend tode später willst du, des lebens müde, nichteinmal mehr sterben.
jahre später, die sich zählen wie ein leben, wenig jahre später, da bin ich immernoch hier, im selben raum, in der selben ecke, und es sind die selben tränen auf den selben narben.
ich habe nie vergessen, wer ich bin, ich habe nie vergessen, wohin ich gehöre.
und ich frage mich, wo du bist, ich frage mich, warum du, der du den schnee ebenso gesehen hast, der du ebenso erkanntest, was wir sind, ich frage mich, warum du gehen musstest, ich will nicht wissen, was wäre, wenn, und dennoch fehlst du. ich hoffe, dass du leben kannst, dass du finden kannst, wonach du bei mir suchtest, und ebenso hoffe ich, dass du ein verkraftbarer verlust sein wirst.
ich werde nie vergessen können, wie der erste anflug von liebe in einem jahrelang zerschnittenen herzen sich anfühlt. und ich werde nie vergessen, dass liebe immer wieder schmerzlich überflüssig wird.
Samstag, 18. Dezember 2010
gespräche trauriger gestalten.
du verwechselst was...
nein.
ich fühlte mich abgestoßen von ihr. nicht willkommen. doch wie immer hatte ich nichts, wohin ich gehen könnte.
du hast es selbst so gesagt..
ich weiß noch, wie du weintest, sehr gut weiß ich das noch.
aber du kennst mich, a. und dich kennst du auch.
ja.
und... manchmal frag ich mich...
was sind wir geworden?
nichts.
immernoch nichts.
erbärmliche Kreaturen sind wir. wir haben kein Heim, jagen Schmetterlinge, und immer und immer wieder nehmen wir uns selbst, von dem wir uns Ruhe erhofften.
Warum kann ich nicht schlafen, a.?
Warum kann ich nicht ruhen, nicht all dies vergessen, nicht alle Vergangenheit hinter mir lassen?
Kannst du mir eine Antwort geben?
weil wir das sind.
weil trümmer dich nicht schlafen lassen.
hörst du die bomber?
es ist krieg.
und es wird krieg sein.
er ist ich. und ich er. verdammt, wie eigenartig.
Donnerstag, 25. November 2010
koma.
ich stand am fenster.
ich stand am fenster, wie jeden tag, jeden winter seit jahren schon. als du damals gingst, im november, nachts, es schien kein stern und der mond brach nicht durch den dunst, der über dem land lag wie ein leichentuch. und weil du gingst, musste ich bleiben.
frei warst du, wie ein zugvogel, nur gingst du nicht in den süden, du flohst vor der wärme der liebe in den norden, ins eis. und weil du gingst im november stand ich da, täglich, am fenster. und wartete.
ich wartete, ohne zu wissen, worauf, denn nicht auf dich, ich wusste du kehrtest nicht wieder. und so stand ich, und erst war es der kummer, der mich am fenster hielt, und als dieser mich beinah gebrochen hatte, da war es die hoffnung, die mich am fenster hielt, doch als der november auch die hoffnung brach, da war es die liebe, die mich am fenster hielt.
und jahre vergingen, während ich da am fenster stand, ich stand tags am fenster und nachts träumte ich von fenstern, und das fenster wurde zur gewohnheit. ich wartete nicht mehr.
ich stand am fenster.
ich stand am fenster, wie jeden tag, jeden winter seit jahren schon. und es schien kein stern und der mond brach nicht durch den dunst, der über dem land lag wie ein leichentuch, wie zu der nacht, da du gingst.
doch meinte ich, der nebel wiche und strengte mich an, zu sehen, was dort war. was sich dort bewegte, auf dem weg, auf dem du mich verließt.
und auf dem weg, auf dem du von mir gingst, da sah ich ihn. wärmer und schöner, als je zuvor, heller, lichter, frischer und lebendiger. und als er näher kam, schritt für schritt, da machte er mit jedem seiner schritte einen tag, den ich am fenster stehend und an dich denken zugebracht hatte, ungeschehen.
endlich, endlich sah ich, worauf ich da seit jahren schon am fenster wartete.
endlich, ein neuer morgen.
ich stand am fenster, wie jeden tag, jeden winter seit jahren schon. als du damals gingst, im november, nachts, es schien kein stern und der mond brach nicht durch den dunst, der über dem land lag wie ein leichentuch. und weil du gingst, musste ich bleiben.
frei warst du, wie ein zugvogel, nur gingst du nicht in den süden, du flohst vor der wärme der liebe in den norden, ins eis. und weil du gingst im november stand ich da, täglich, am fenster. und wartete.
ich wartete, ohne zu wissen, worauf, denn nicht auf dich, ich wusste du kehrtest nicht wieder. und so stand ich, und erst war es der kummer, der mich am fenster hielt, und als dieser mich beinah gebrochen hatte, da war es die hoffnung, die mich am fenster hielt, doch als der november auch die hoffnung brach, da war es die liebe, die mich am fenster hielt.
und jahre vergingen, während ich da am fenster stand, ich stand tags am fenster und nachts träumte ich von fenstern, und das fenster wurde zur gewohnheit. ich wartete nicht mehr.
ich stand am fenster.
ich stand am fenster, wie jeden tag, jeden winter seit jahren schon. und es schien kein stern und der mond brach nicht durch den dunst, der über dem land lag wie ein leichentuch, wie zu der nacht, da du gingst.
doch meinte ich, der nebel wiche und strengte mich an, zu sehen, was dort war. was sich dort bewegte, auf dem weg, auf dem du mich verließt.
und auf dem weg, auf dem du von mir gingst, da sah ich ihn. wärmer und schöner, als je zuvor, heller, lichter, frischer und lebendiger. und als er näher kam, schritt für schritt, da machte er mit jedem seiner schritte einen tag, den ich am fenster stehend und an dich denken zugebracht hatte, ungeschehen.
endlich, endlich sah ich, worauf ich da seit jahren schon am fenster wartete.
endlich, ein neuer morgen.
Sonntag, 7. November 2010
gs5fv
morgens klingt die luft noch nicht nach müdigkeit und erschöpfung. morgens, da sind noch keine drückenden gedanken. morgens ist mein körper mir noch nicht zu klein, zu eng. er engt mich noch nicht ein.
der morgen ist grausam.
denn morgens klingt die luft auch nicht nach leben. nebel. der morgen verspricht mir ein leben, das der tag mir doch nicht geben wird, der abend wir mich verhöhnen, dass ich auf's neue enttäuscht bin und die nacht wiegt mich immer wieder in meinen tränen in den schlaf.
ich liebe den morgen. ich träume gerne. ein morgen ist kühl, leicht, gräulich. wie regen. ich träume.
der morgen ist grausam.
denn morgens klingt die luft auch nicht nach leben. nebel. der morgen verspricht mir ein leben, das der tag mir doch nicht geben wird, der abend wir mich verhöhnen, dass ich auf's neue enttäuscht bin und die nacht wiegt mich immer wieder in meinen tränen in den schlaf.
ich liebe den morgen. ich träume gerne. ein morgen ist kühl, leicht, gräulich. wie regen. ich träume.
Samstag, 6. November 2010
durchaus.
manchmal geht es eben nicht, manchmal will der gedankenstrom nicht aufs papier, nicht aus meinem kopf.
über uns bleibt der himmel grau und schwarz, die sonne nichts als diese kalte, blasse scheibe hinter wolken. in den weiten des ozeans dümpeln wir, in einem schiff aus papier, aus alten briefen.
"träume nicht ewig von morgen, heute sind wir und heute sind wir hier. das meer gibt nichts zurück, das schiff wird untergehen und somit wir. zu zweit", sage ich. "aber wir leben?" ich sehe dich nicht an. du lächelst. dort, auf dem glatten wasser, treibt eine weiße feder. "ich lieb' dich", sagst du;
ich denke an morgen.
über uns bleibt der himmel grau und schwarz, die sonne nichts als diese kalte, blasse scheibe hinter wolken. in den weiten des ozeans dümpeln wir, in einem schiff aus papier, aus alten briefen.
"träume nicht ewig von morgen, heute sind wir und heute sind wir hier. das meer gibt nichts zurück, das schiff wird untergehen und somit wir. zu zweit", sage ich. "aber wir leben?" ich sehe dich nicht an. du lächelst. dort, auf dem glatten wasser, treibt eine weiße feder. "ich lieb' dich", sagst du;
ich denke an morgen.
Mittwoch, 20. Oktober 2010
im glas.
ich stehe vor dem spiegel, sehe mich, sehe mir in die augen und hoffe, dass es niemand sieht. ich hoffe, dass niemand sieht, dass ich lache, wenn ich weine. dass ich nicht glücklich bin. und unglücklich werde.
mein leben baut sich immer schrittweise auf, wird bunter, größer, schöner. einfach besser. und dann lasse ich zu, dass es zusammenstürzt. manchmal möchte ich nur in den arm genommen werden. wo sind diese wenigen, die das können?
es schneit wieder. ich liege unter den sternen, hoffe so lange auf ihre gesichter, bis sie anfangen, sich zu verstecken. ich liege so lang unter den sternen, bis der boden unter mir ins wanken kommt, als wartete ich darauf, dass er das tut. weil ich weiß, dass er das tut. weil ich weiß, dass spiegel, alleinsein, zu viele gedanken nicht gut für meine welt sind. für diese seltsame welt die mehr aus türen besteht, als aus räumen hinter den türen. diese welt, die nur offene fenster kennt, die mich nicht gehen lassen werden.und während die türen sich öffnen und schließen, mir räume zeigen und wieder nehmen, währenddessen liege ich da und lasse es an mir vorbeiziehen, das leben.
und ich liege da, unter sternen auf bebendem boden und meine gläserne kugel, meine schneekugel, gerät ins wanken. und es wehen bilder um mich, fetzen von gedanken, bruchstückchen irgendwelcher emotionen, gefühle und ich kann nicht erkennen, nicht einmal erraten, was es ist, was passiert.
ich denke das nichtmehr. es denkt mich.
ich bin nur klein und allein in meiner welt hinter glas und muss zusehen, wie sie wankt, fällt, zerbricht und um mich wirbelt; sie nimmt mir den schlaf,die hoffnung, die sicherheit. dieses treiben nimmt mir die liebe und die tränen. dieses treiben macht nicht neu. dieses treiben nimmt mir stetig freiheit in meinem kopf.
am morgen danach wache ich nicht in trümmern auf. nur in einer schneelandschaft. wie zugeschneit mit kaputtem ich ist alles. oder wie bedeckt von asche. und ich sitze hier, in der schneekugel und suche, suche mir die teile und fetzen wieder zusammen. baue auf.
und wenn ich fertig bin, lege ich mich unter die sterne. und hoffe so lange auf ihre gesichter, bis sie anfangen, sich zu verstecken.
Mittwoch, 22. September 2010
schreckszenario.
die zeiger fliehen weiter,
tränen auf dem zifferblatt.
die zeit, sie reißt mich fort von hier
und trägt mich nicht zu dir.
worte fließen stockend irgendwie auf das papier
und es geschieht nichts.
es bleibt nichts außer mir.
du warst nicht mehr als alles
in einer nacht, doch denkst du je an mich?
weiß ich nich.
ich weiß nur, was du für mich bist,
dass sich jetzt alles an dir misst.
mein lachen unter tränen gilt nur dir.
ich weiß, ich muss nicht mehr erwähnen,
dass ich dich dadurch verlier',
dass die angst vor dem verlust stets wächst, je näher wir uns sind.
liebe macht blind.
ich kann dich jedoch sehen,
zwar nicht immer verstehen, aber ich seh dich.
du bist schön.
"süß" sagst du dauernd.
es ist ein ernstzunehmendes problem,
dass ich "süß" einfach nicht ernstnehm
und mich dabei nicht ernstgenommen fühle, doch für dich ist es etwas besonderes.
wir zwei sind irgendwie kaputt.
und haben irgendwie die gleichen sorgen.
und teilen weder gestern, heute. morgen?
nur einen morgen, eine nacht,
in der du mehr als alles warst.
ich hätte nie gedacht, dass es so kommt,
dass wir uns auf dem selben heißen pflaster,
solche nächte sind meine größten laster,
doch wiedersehen werden.
ganz geplant und unspontan und ohne zufall.
und wenn es endlich soweit ist,
ich weiß nicht, ob ich nicht vor angst mein streichholz fallen lasse.
wie ich mich jetzt schon dafür hasse;
wenn unsere brücken brennen,
ich werde dir den rücken kehren, rennen,
als gäbe es kein gestern, heute, morgen.
und weinend werde ich erkennen,
dass ich dich nur verlor, weil das, was ich mir schwor,
es werde nicht geschehn,
nun doch geschah, wie es geschehen musste.
jetzt, wo du alles weißt, kannst du uns doch beschützen.
nimm mich nur bei der hand und halt mich fest.
ich möchte doch nur an die liebe glauben.
urheberrechte bei mir.
Samstag, 18. September 2010
abfallprodukt meines verqueren gehirns, 2008.
achja - ich bin nicht krank.
Eigentlich ein ganz normaler Tag, nichts Außergewöhnliches. Alltagsgrau.
Eigentlich ein ganz normaler Tag, nichts Außergewöhnliches. Alltagsgrau.
Aufstehen, duschen, Kaffee, Katze füttern. Wieder ins Bett gehen, an die Decke starren. Nichts Besonderes finden im Raum, in dem Tag, in dem Blick aus dem Fenster. Alltag. Reden, mit sich, nur um eine lebendige Stimme zu hören. Um das schreiende Schweigen der leeren, kahlen, kalten vier Wände zu brechen. Um das Klingeln im eigenen Kopf zu übertönen. Alltag.
Wieder aufstehen. Durchs Haus tigern. Kaffee und Selbstvorwürfe. Der Blick in den Spiegel mit geschlossenen Augen, um nicht zu sehen, was aus ihnen schreit. Kaffee ist gut gegen Gedanken, aber nicht gegen Alltag. Warum ist der Himmel so erdrückend blau? So fern, während die Einsamkeit so nah ist? Warum tun Gedanken physisch weh, warum denke ich, obwohl ich nicht bin? Und warum finde ich trotz der vielen Fragen keinen Sinn? Ich muss raus. Raus, raus aus diesem Haus, das mich gefangen hält in mir, raus aus diesem Ablauf, diesem Rahmen. Raus aus dem sinnlosen Starren auf leere, schmutzige Wände, raus aus dem Gedankenwirbel, der nicht von mir gedacht wird, sondern mich denkt. Ich gehe.
Draußen ist es kalt. Neblig und kalt. Der November bedeckt den Himmel, wabert durch die Straßen und schluckt das Licht der Laternen. Der Alltag trägt mich, er kennt den Weg, in Gedanken werfe ich mich meinem Welthass zum Fraß vor. Alltag. Ich fühle nicht, ob und wie kalt mir schon ist. Aber meine Hände werden weiß und bläulich und der Himmel ist samtschwarz und schwer, er bedeckt den Abend wie ein Leichentuch. Am Horizont zeugt nur noch ein dunstig purpurner Streifen vom erloschenen Tag, an den ich mich kaum erinnern kann. Aus den Wiesen steigt Nebel auf, silberne Seelen toter Sommertage. Ich gehe zurück.
Alltag. Zu viel Alltag.
Ich lege mich wieder ins Bett. Es ist der Alltagskäfig, golden und klein. Die Angst legt sich auf meine Brust und lässt mich nicht mehr aufstehen, lässt mich kaum noch atmen, aber auch nicht mehr denken. Nach langem, gelähmtem Starren auf die Uhr holt mich der Schlaf. Traumlos vergehen Stunden, tief und schwer. Aber keine Erholung. Leider geht auch der Schlaf vorbei.
Mit dem Aufwachen geht der Alltag weiter. Etwas zu Essen wäre aus gesundheitlichen Gründen wohl nicht verkehrt, obwohl mein Körper kein Hungergefühl zeigt. Der Blick in den Kühlschrank ist selbstredend. Ein Licht, Kälte, ein Brummen. Leer schaut er mich an und ich habe das Gefühl, er könnte mich verstehen. Ich schließe seine Tür.
Wie ein Somnambulist schleppe ich mich ans Wohnzimmerfenster. Mein Blick fällt aufs Sofa. Da liegt die Katze. Schlafend und grau. Ihr runder Bauch hebt und senkt sich sanft mit ihrem Atem, ihre Pfoten strecken und entspannen sich. Sie scheint zu träumen. Mein Elfenmädchen, ein Wesen, so zart und still, wie aus einer fremden Welt. Wie es in ihrer wohl aussieht? In meiner ist es kalt. Kalt und leer. Wie im Kühlschrank, nur ohne Licht.
Samstag, 11. September 2010
ich warte nicht und ich erwarte nichts.
"irgendwann, irgendwie, irgendwo, einfach unterwegs bin ich zerbrochen.
vielleicht waren da zu viele haltende, stützende hände, zu viele umarmende herzen, zu viele felsen zum anlehnen. dass sie mir viel zu nahe gekommen und mich zerdrückt. ich weiß es nicht. ich bin lang schon nicht mehr herr über das, was mit mir passiert, über den prozess. ich sehe zu, wie ich werde, kleiner werde und größer, älter, klüger, verängstigter. ich sehe mir zu und weiß noch immer nicht, wie ich mich fangen und aufhalten kann, ich kann mich nicht retten.
und ich weiß, dass ich schuld bin.
nächtelang habe ich die schuld auf dich geschoben, um zu verdrängen, dass du nichts getan hast, was ich dir vorwerfen könnte. du hast mir nie wehgetan. obwohl es mehr wehtut als je etwas wehtat.
ich wollte nie wieder weinen wegen dir. es sollte nie mehr schneien wegen dir. und es schneit und ich sitze in der kugel, weine, und weine sie bis zum rand voll meiner tränen. und du bist nicht schuld. du bist nicht schuld." ich warte nicht und ich erwarte nichts.
Dienstag, 7. September 2010
gestern waren schlimme tage.
ich schaue solange an die decke, bis ich den sternenhimmel sehen kann. die tropfen auf meinem gesicht sind regen. keine tränen. ich weine keine tränen, ich weine nicht. die sterne in meinem kopf sind viele viele lichter, die decke über mir ist zu niedrig, ich ersticke. nein ich ertrinke.
an manchen tagen wünsche ich mir nichts sehnlicher, als mich nicht zu sehnen. paradox. - j.
ich fühle mich nicht mehr, ich weiß nicht wie das geht, ich sehe nur ein leeres gesicht im höhnenden spiegel. unter meinen locken verbirgt sich ein gedankengewirr, welches nach käfig schmeckt, nicht nach freiheit. freiheit ist fast einsamkeit, oder? ich bin ein freier vogel. im goldenen käfig? nein, in mir selbst.
es gibt den einen weg, den ich nicht gehen darf, weil ich keine fragen ertragen könnte, weil ich mich nicht von innen sehen will, weil er mir hilft. es hilft.
ich lese was ich schreibe - und finde keine wahrheit. in wahrheit gibt es für diese kein wort.
ich bin's, die sonne. die schwarze sonne.
Freitag, 3. September 2010
grau in grau.
was wird sein, wenn wieder regen fällt?
was wird sein, wenn du hinausgehst in den sturm, um mich zu schützen,
du aber nicht mehr kommst, weil du nicht kannst.
was wird es mir noch nützen,
dass deine liebe stets in sorge um mich tanzt?
ob wir uns auch lieben werden, wenn sich alles ändert,
frag ich mich.
wenn du mich nicht siehst, wenn ich nicht bei dir bin,
vergisst du mich? aus den augen... aus dem sinn.
werden wir vergessen, wie man schweigt und liebt,
ohne worte, wenn es nichts zu sagen gibt?
was wird sein, wenn wieder regen fällt?
bleib ich allein? wenn nur die liebe zählt,
werde ich warten auch hundert regen lang.
und wenn du wieder kommst, bist du mein untergang.
ich hab angst. angst, wieder wegzulaufen.
was wird sein, wenn du hinausgehst in den sturm, um mich zu schützen,
du aber nicht mehr kommst, weil du nicht kannst.
was wird es mir noch nützen,
dass deine liebe stets in sorge um mich tanzt?
ob wir uns auch lieben werden, wenn sich alles ändert,
frag ich mich.
wenn du mich nicht siehst, wenn ich nicht bei dir bin,
vergisst du mich? aus den augen... aus dem sinn.
werden wir vergessen, wie man schweigt und liebt,
ohne worte, wenn es nichts zu sagen gibt?
was wird sein, wenn wieder regen fällt?
bleib ich allein? wenn nur die liebe zählt,
werde ich warten auch hundert regen lang.
und wenn du wieder kommst, bist du mein untergang.
ich hab angst. angst, wieder wegzulaufen.
ich habe es dir leicht gemacht. ich habe dir zu oft gesagt, was ich empfinde. ich hab zu oft geweint, ich hab zu oft mit mir gerungen, ich hab zu oft die warnungen überhört. du kannst nicht behaupten, dass ich dir nicht entgegengekommen bin; eigentlich bin ich die ganze strecke auf dich zugegangen, während du nicht einen schritt getan hast. du sagtest, du willst und wolltest mir nicht wehtun. verdammt - dann tu's auch nicht! ich werde keinen schritt weiter gehen. und wenn du zu lange wartest, bin ich für immer weg.
ich hab für dich keine energie mehr.
hin und wieder frage ich mich wirklich, was ich falsch mache. jeden, der mir anders wichtig ist als der rest, vergraule ich beinah systematisch; mit meiner bürstigen art oder schüchtere ihn mit meinem arroganten auftreten ein. und zum schluss steh ich da, furchtbar traurig und alleine. ich hoffe, dass ich das bei ihm nicht schaffe. und ja - ich rede hier von zwei personen.
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