Samstag, 18. Dezember 2010

gespräche trauriger gestalten.

du verwechselst was...
nein.
ich fühlte mich abgestoßen von ihr. nicht willkommen. doch wie immer hatte ich nichts, wohin ich gehen könnte.
du hast es selbst so gesagt..
ich weiß noch, wie du weintest, sehr gut weiß ich das noch.
aber du kennst mich, a. und dich kennst du auch.
ja.
und... manchmal frag ich mich...
was sind wir geworden?
nichts.
immernoch nichts.
erbärmliche Kreaturen sind wir. wir haben kein Heim, jagen Schmetterlinge, und immer und immer wieder nehmen wir uns selbst, von dem wir uns Ruhe erhofften.
Warum kann ich nicht schlafen, a.?
Warum kann ich nicht ruhen, nicht all dies vergessen, nicht alle Vergangenheit hinter mir lassen?
Kannst du mir eine Antwort geben?
weil wir das sind.
weil trümmer dich nicht schlafen lassen.
hörst du die bomber?
es ist krieg.
und es wird krieg sein.
 
 
 
er ist ich. und ich er. verdammt, wie eigenartig.

4 Kommentare:

  1. Es ist Krieg, sagt sie.
    Sie hört die Bomber, sagt sie.
    Der Krieg ist schon lange vorbei, nein, er fand nie statt, erinnerst du dich nicht, waren es nicht wir selbst, die die Trümmerfelder schufen, ein letztes Heim, in das wir uns fliehen, uns selbst bemitleiden können? Hast du vergessen, hast du dich der Illusion hingegeben, dich von dem Glauben verabschiedet, in dieser Welt eines Tages Fuß fassen zu können? Es schmerzt, das zu hören; ich will dich nicht zurücklassen, zu viel liegt mir an dir, an uns, am Regen, doch ich gebe nicht auf. Lange genug war ich des Aufstehens, des Neuversuchens Leid, lange genug wurde ich mit dem Gesicht noch im Schlamm liegend durch die Welt gezerrt, und nichts werde ich vergessen, nicht meinen Hass, nicht meine Liebe. Glaub an mich, und glaub an dich; ich werde einen Ausweg finden, werde dich zur Tür begleiten, jeden Schritt, den ich mit dir gehen kann; wirst du den Rest allein beschreiten?

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  2. ich werde den rest allein beschreiten.
    vergiss nicht die straße oder den regen
    der träume wegen.

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  3. Ich wünsche dir eine gesegnete Weihnachtszeit und hoffe, daß es dir gut geht, dir ein warmer Tee in der Nähe steht und die Auszeit der Ferien Ruhe und Entspannung erlauben.

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freu mich drüber :)