Montag, 24. Januar 2011

so, wie die wellen.

währenddessen zieht das leben zu schnell an mir vorbei. ich kämpfe mit dir um die musik, nicht, weil ich sie nicht mag, sondern weil ich kämpfen muss. während du nicht da bist und ich warte, ertrinke ich und ich ersticke, ich möchte nicht essen, weil mich das gewicht meiner gedanken noch viel schwerer macht, als ich mit dem gewicht meiner lügen, meiner narben, meiner scherben schon bin.
ich sehe euch beim leben zu und bin müde. ich habe für euch nichts übrig und für das leben nur tränen und schreie. ich träue nachts vom tod und tags von katzen. einsam ist, wenn die tasse schon bereit steht, aber kein kaffee im haus ist. ich trinke viel davon, kaffee lässt mich das leben schärfer erkennen. kaffee mit zigaretten ist wie ein kopfschuss - ehrlich und ziemlich ernüchternd. gut, dass ich nicht auch noch rauche.
ich bin nicht aus eis, wie ich scheine. ich habe gefühle. ich erfriere nicht von innen, ich erfriere von außen. ihr erfriert mich. mit eurer grobheit, mit euren worten, mit allem, mit allem, ich bin schwach und klein geworden. klein.
seit langem weine ich wieder am klavier. wenn ich weine, führen mich meine tränen oft an die tasten. verständlich - in meinem kopf ist alles schwarz oder weiß, das klavier tröstet mich. doch ich weine nun auch, wenn ich am klavier bin.
es hat mich verlassen. erstmals seit langem bin ich einsam mit meinem klavier. ich habe vergessen, wie ich es berühren muss, damit es singt. ich spüre noch die sehnsucht, enttäuschung und wut der mondscheinsonate, doch mein klavier verweigert sie mir. wie eine katze, die nicht schnurrt, weil sie in den streicheleinheiten nur mechanik, nicht liebe spürt.
ebenso meine stimme. sie hat das, was sie ausgemacht hat, verloren. stumpf und schartig ist sie geworden, wie ein altes messer, obwohl sie ein bisschen wie der wind und der regen war.
meine seele ist nicht mehr in meiner musik.
ich habe mich zu weit zurückgezogen.
ich habe mich verloren.

und ich weiß, dass es immer wieder aufhört, mich zu zerreißen, aber es heilt nichts.
das verlorene ist verloren.

ich gehe unter.

2 Kommentare:

  1. Gute Besserung!
    Du bringst das Gefühl einfach perfekt rüber in deinem blogg.

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  2. Ich drücke dir beide Daumen für deine Gefühle und alles drum herum. So traurig und doch gefällt mir der Text so gut :)

    Ich hab was für dich :)

    http://zeit-fuer-sonnenschein.blogspot.com/

    Weil du die Beste bist und ich dich lieb :*

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freu mich drüber :)