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Donnerstag, 27. September 2012

nur noch einmal schlafen.

ein riesen berg kisten im nicht mehr meinen zimmer.
zerlegte möbel, aussortiertes, eine kiste voll altlasten, die hier zuhause stehen bleiben wird.
vor mir die aussicht auf einen neuanfang.

ich freue mich auf jeden einzelnen moment. wenn ich zum ersten mal meine wohnungstür aufschließe.
wenn wir möbel aufbauen.
lampen aufhängen.
strom, telefon, internet beantragen.
streichen, lackieren, putzen, einrichten, einräumen, dekorieren.
und dann einfach zu hause sein. leben.

und außerdem liebt er mich. und das ist das beste, was mir passieren konnte.

Mittwoch, 26. September 2012

so siehts aus.



ich ziehe um. am freitag. nach leipzig.
ich bin dort nun seit einer weile in germanistik eingeschrieben gewesen; bis vor 10 tagen ein weiterer blauer brief aus dieser wunderbaren stadt mit wunderbarer universität kam.
"zulassungsbescheid .... theaterwissenschaft - bachelor of arts ..."
ich hatte mich auf den studienplatz beworben und es hat nur, um 0,1, für platz 40 auf der liste fürs nachrückverfahren gereicht. warteplatz 40 bei 120 studienplätzen. genau.
als ich den brief las und kapiert hatte, was da stand, bekam ich erst einen hysterischen heulkrampf, war dann den rest des abends wie weggetreten und am nächsten tag setzte eine totale euphorie ein.
wenige tage später hatte ich dann noch den mietvertrag für die absolut perfekte wohnung im briefkasten - ich hätte nie gedacht, dass der makler seine zusage wirklich ernst meinte;
ein traumschloss für die kleine a. gründerzeitviertel, 4 stationen zur uni und innenstadt, eine dachwohnung mit zwei zimmern und giebeln, wunderbar, nicht zu groß, nicht zu klein, und jetzt sitze ich hier mal wieder, haue mir die nächte links und rechts um die ohren, während ich packe, sortiere, mich verabschiede, weine, liebe, mich freue, stress schiebe und endlich auf etwas hinlebe.

Samstag, 2. Oktober 2010

on the road.

drääsden!

dresden war wunderwunderwundertoll.
anstrengend. stressig. chaotisch. witzig. sonnig. kalt. erholsam. lecker. sächselnd. friedlich.

donnerstag.
8:30. er kommt und kommt nicht, zum glück, ich bin wie immer nicht pünktlich fertig. 
9:00. endlich im auto. nach dem letzten (!!!!) pfefferminztee. im nachhinein ein dramatischer moment.
13:00. dresden. dresden! nach einer autofahrt mit schlafen, singen, ratschen und viel gelächter. hauptsächlich über ihn, mich. und das navi. 
"bitte jetzt scharf rechts abbiegen" -nein. besser nicht.
"maan. männer können echt gar nix! ich bin cool, ich kann das auch." 
"ach a... frauen können echt gar nix! nichtmal ein fenster aufmachen." leider wahr.
14:00. vertrag unterschrieben. verräumter bester freund. 
14:30. hotel bezogen. mit nicht öffentlichem klavier und einbauduschkabine. herzallerliebst mit blick auf die standseilbahn.
die altstadt erkundet, mit all ihren cafés, kaufhäusern und diesen beeindruckenden alten gebäuden. foto vor der frauenkriche gemacht. im zwinger. die fontäne hätte ruhig zehn sekunden länger sprudeln dürfen. 
nach espresso und heißer schokolade im kleinsten café dresdens, café orange, ampelmännchenohrringen, hüpfbild mit bild aber ohne hüpf und einem telefonat mit unserem verschollenen bald-düsseldorfer gings zurück. im hotel dann noch ein bild auf der treppe. leider hatten wir keinen blitz, und "es war schon zu dämlich". dämlich.
20:00. hangman. ruhepotential, duschkabine, malmö, katzenklo. 
20:15. eine stunde restaurant gesucht. gefunden. gegessen. gefreut. pappsatt heimgegangen. "schauns doch moi im hiiiinterhaus" mit einer hölzernen gurke, gurkegurkeguuuhuuurke...
23:00. rosè getrunken. geschenk verschenkt. miteinander aufeinender angestoßen. gefreut. den zeiten nachgehangen. aber immernoch viel gelacht. der apfelmost danach war ein fehler. hallo sodbrennen und 3 gläser wasser.
23:30. dummer zwischenfall. noch mehr gelacht, geärgert, gefreut, gelacht.
23:55. licht aus.

freitag.
3:17. warum zur hölle hat r. angerufen?
7:30. scheiß wecker. hallo einbauduschkabine. "duuuh, ich hab den fön nassgemacht..."
9:00. abfahrt. er uni, ich stadt. frühstück mit zwei croissants, kirschmarmelade und heißer schokolade. verzweifelte suche nach dem einzig wahren shirt. fail. extreme verpeilt herumsteuering. hardcore sport, echt. 
11:20. wieder zu zweit. erst öffentlich entblößen (nicht an die zwiebeltechnik gedacht...)(im auto. nicht ganz öffentlich. und ich war allein.), dann huuuunger. chinesisch. 
13:00. ampelmännchenkette nicht gekauft. ab zur wohnung. 
13:30. turnen im badezimmer beim zählerstandablesen. risse in den fliesen mit florena nacht behandelt. oder auch nicht. endlich hat er den schlüssel in der hand. möbel, tüten, koffer hochgetragen. ausgeräumt. 
15:00. kuchen gegessen auf seinem balkon. die verwalterin nicht erreicht wegen der nicht schließenden tür. hausstand eingekauft. besen, putzmittel, schwämme, küchenrolle, etc. verdammt, kein strom.
16:00. küche geputzt. erst mit scheuermilch. dann mit chlor-hygienereiniger. "duuuh, was ist das braune da?!" tschüss meine lieben hände, kommt bald wieder.
19:30. gepackt, losgefahren.
21:15. nächster mäcces, liebes navi? 
22:30. wieder auf der autobahn. die navifrau ist eine dumme pute.
23:00. klingeln. "ja, hier ist a. ... klar kommen wir auf die party"

samstag.
1:00. home. sweet home. hallo, liebe leute. "schaut mal, er trägt mich", nein ich hatte nicht die grünen stiefel an. der sekt schmeckte wie martini. die luft war wärmer als in sachsen. kalt genug um raucher nicht von nichtrauchern zu unterscheiden. unter bayern ist es anders.
1:30. nein, wir fahren heim. wir sind tot. lang, lang umarmt. ich bleib erreichbar, pass auf dich auf. ja, ich fang an mit der facharbeit, hab ich doch versprochen.
2:01. hey bett. wie wärs mit uns? ich liebe dich, bett. selten so gut geschlafen. 
2:46. "schade dass nicht mit ins amal konntest : war echt lustig:)" fuck, man, ich wär gern mit. und dort im stehen eingeschlafen.

fantastische 41 stunden.


Dienstag, 28. September 2010

gehen. und zurückgelassen werden.

er ist weg. er ist weg. 
am donnerstag ist er weg. am donnerstag fahren wir nach dresden, am freitag zurück heim. und dann fährt er ohne mich. lässt mich hier allein. und ich lass ihn allein. sachsen. und bayern. 

so lang kennen wir uns noch nicht. aber es war eine so fantastische zeit.

er hat heute das nudelwasser zweimal übergekocht. 
"jetzt fahrn wir übern see"
wöchentliches teetrinken. 
mit trockenem humor, loriot, nudeln, grashüpfern und allem.
bananen haben wir miteinander gebacken. in honig und mit kokos. und hawaiitoast mit pfirsich ausprobiert.
er hat mir einen dübel in die decke gemacht, ich ihm seine lederjacke ausgesucht. 
wir standen zusammen auf der bühne, auf dem gerüst und auf der traverse. 
wir haben gelacht. mittlerweile auch geweint. gesungen. siedler gespielt mit meinen eltern. viel gekocht. viel spazieren gegangen. 
russische schleudersitze. das mit den tabletts ist nicht so einfach. s-bahn schienen scheinen ab und an eine geeignete abkürzung zu sein. 
er war der erste, der von j. wusste. neuro. warum münchen? warum zürich? warum physik? und warum philosophie?
zwei widder. märzkinder. csgler. theaterleute. katzenliebhaber. chaosköche. teetrinker. ins-klischee-passer. 
wenn es funktioniert, du nimmst es auseinander, setzt es wieder zusammen und es geht immernoch, dann war es gut. das verbindet uns.
danke, dass du da warst. danke, dass ich da sein durfte. du kannst sagen du kanntest mich schon vorher. stimmt, bevor du prominent wurdest und königin warst.
philosophie. religion. ethik. gott und die welt diskutiert. 
unglaublich nah und extrem laut. davon hat er mir erzählt. ich werde es lesen!
"ich hab verschlafen, nimmst du mich mit?"   -   "wir sind im cafe, kommst du auch?"
verkantet hat er sich. mit kant. 
der kategorische imperativ trifft immer zu. fast immer. bei mir nie. fast nie.
"du warst in dem moment das, was ich gebraucht hab." caterpillars and coockie dough. kenn ich jetzt auch.
ja. versprochen. am wochenende fang ich mit der facharbeit an.
gell?

man merkt erst, wie schlimm es ist, wenns soweit ist. dann erst merkt man, dass reden das eine ist, aber zu zweit sein das andere.

er mochte mich trotz meiner misanthropen, arroganten, schwierigen art. er hat so oft zugehört. und so viel schönes erzählt.
ich hätte ihn gerne früher gekannt.

ab jetzt teetrinken über skype. 

hallo tränen.