17. märz.
und jetzt, am
morgen danach.
gestern, als ich wieder zuhause war, da dachte ich, ich hatte recht,
denn wenn
du mich mit austauschbarkeit, vor der ich am meiste angst habe, strafst,
für
etwas, das ich nicht beeinflussen kann, bist du mich nicht wert. jetzt
denke
ich eigentlich das gleiche. aber ich sehe klarer: ich habe einen moment
der
nähe zwischen uns vollkommen kaputtgemacht. von dem wirklich
wunderschönen
abend vorgestern ist nichts übrig geblieben. aber du. du hast dir
gestern mit
aller gewalt, im wahrsten sinne des wortes, den abend wiedergeholt.
beziehungsweise mir das geballt zurückgegeben, was ich dir an den kopf
geworfen
habe. mir gezeigt, dass ich jede beliebige andere sein kann.
dieses gefühl hatte ich bei dir schon einige male, immer hast du gesagt,
dass
ich etwas „anderes“ bin. aber jetzt; wie oft habe ich dir eine lüge
geglaubt? wie oft war ich einfach nur ein mädchen? verfügbar?
du hast gestern alles was auf „du bist etwas besonderes“ basiert hat, darauf,
dass ich nicht nur irgendein körper bin, alles, was auf irgendeinem gefühl der
zuneigung und sympathie beruht hat, zerstört. jemand der mich einmal benutzt,
bekommt mich nicht wieder zu gesicht; im moment finde ich dich einfach nur
ekelhaft.
aber es tut mir nicht weh, es ist nur eine weitere bekräftigung der
entscheidung gegen dich. auch wenn ich gestern sagte, ich würde es versuchen,
es war keine entscheidung für dich, sondern für mein glück. für momente, die
mich glücklich machen. und auch wenn ich sagte, ich hätte dich gern, das zeigt
nur, dass die wut in mir verebbt ist und ich dich in kauf nehme für die
momente, in denen wir alles für einander sind.
ich muss dich nicht mögen dafür, nur ertragen. für das hädchenhalten unterm
tisch und in deiner manteltasche, für den kuss, wenn wir allein kaffeetrinken
oder wenn niemand hinguckt, für das kuscheln im wohnzimmer vor deinen eltern,
für kaminabende, die zu kaminnächten werden, die dann im auto enden, für „ich
hab dich gern, kleine“ und für das lachen, das so oft dabei ist, für spontane
abende im café, für den zwang und die freiheit, die er beinhalten kann. für all
das muss ich dich nur ertragen.
und doch, ich mag dich irgendwie; immerhin schreibe ich mir mehrere seiten lang
meine sorgen aus dem kopf, anstatt einfach »mistkerl. next.« auf ein plakat zu
schreiben und mir übers bett zu hängen.
wir werden sehen.
und jetzt werde ich schön frühstücken, joggen, duschen und mir ein kleid anziehen
und wundervoll sein.
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freu mich drüber :)