Freitag, 6. April 2012

das letzte desaster, teil I.

15. märz

selbstverständlich musste noch etwas passieren, etwas schlimmes, kurz bevor er wieder heimfuhr.


es war eine überstürzte flucht nach vorne, über dich hinweg direkt in das loch, vor dem du eigentlich standest, um mich aufzufangen, falls ich ihm zu nahe kommen sollte. also falle ich jetzt, ich falle seit heute nacht, den ganzen tag; in der früh bei der morgenroutine, auf dem weg zur arbeit, in der arbeit, nach der arbeit, auf dem heimweg, jetzt.
angefangen hat es wie immer, wie ausnahmslos immer: mit einem wundervollen abend. mit zuneigung, mit ruhe, mit dem gegenseitigen auf- und ausziehen. nur dann, wenn du mir am nächsten bist, dann ist da plötzlich einsamkeit, und als ich dir sage, dass ich dich vermissen werde, obwohl da noch 2 wochen sind. da bricht alles ein. eine in dem moment logisch scheinende gedankenverkettung:
ich werde dich vermissen – ich hab dich gern – du bist mir nah – ich mag dich lieber, als gut ist – ich mag dich lieber, als du mich – es macht keinen sinn mit uns - du bist zu nah – du wirst mich verletzen – ich könnte dich gar nicht verletzen, weil ich zu unwichtig bin - lass uns das beenden – ich will dich nie wieder sehen -  ersetze mich nicht – such dir etwas besseres.
du sagst, ich verletzte dich, ich täte dir weh, ich zöge alles schöne, alles emotionale zwischen uns in den dreck, du sagst, du wölltest und könntest mich nicht ersetzen, du bräuchtest nichts anderes; ich werfe dir lügen vor, werfe dir dinge an den kopf, für die ich mich schon stunden später schäme, ich weine, ich ignoriere alles, deine hände, deine arme, deine küsse, alles was du mir noch gibst, obwohl ich so kalt bin.
und du sagst, du würdest an dich glauben, und an mich, an uns besser gesagt. an uns. mir. mit dir – ja. genau das ist der gegenstand einer furcht, die in mir heranwächst und von stunde zu stunde, von herzschlag zu herzschlag größer wird.
und ich gehe, ich gehe tatsächlich.
ich gehe unter tränen, ich schreibe dir, erst, dass es das war, wenig später, dass ich deine nähe bräuchte, selbst jetzt, wider willen. ich versuche dich anzurufen, ich bekomme angst. ich erkläre, dass ich mich vor einer sehnsucht nach dir zu schützen versuche und du hast mich schon: du meinst ich würde scheitern, ich wäre schon gescheitert daran. ich soll mich melden.
und ich gebe dir recht und ich möchte reden. und du weist mich ab, und ich verstehe es, aber meine angst frisst mich gerade von innen auf, ganz langsam und genüsslich kaut sie sich durch meine eingeweide. ich möchte mich übergeben.
du hast so recht, du hast immer die einzig wahren worte für alles. wie soll ich je liebe lernen, wenn ich zuneigung nicht kann? ich will es lernen, ich will es so sehr, aber wenn du plötzlich nicht in meinem kopf bist, sondern fast in meinem herzen, da möchte ich es doch wieder herausreißen und in den nächsten gulli werfen.
kleiner, du fehlst.




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