Freitag, 6. Januar 2012

"du kannst nicht die ganze welt retten, a."

nein; aber meine.

bahnhof.

mit leerem koffer reisen ist äußerst merkwürdig. es sind wirklich nur 2 paar schuhe drin. sonst nichts. ich fahre heute nach hause, um meine restlichen sachen zu holen; kaum war ich 3 tage lang in regensburg, sitze ich wieder im zug. um die überreste meiner beziehung mitzunehmen, hauptsächlich (außerdem habe ich etwas, das unter anderen bedingungen ein date hätte werden können, zumindest ist es mal was anderes, als sonst.). mein leben ist ein bahnhof im moment. der kopf eine großbaustelle. es ist okay - es ist in ordnung, rastlos zu sein. ich bin eben ein weiteres mal nicht angekommen, obwohl ich es dachte, aber es ist okay. es tut nicht weh, es tut eigentlich gar nichts, immerhin haben wir seit 9 monaten nur noch gekämpft. wir haben einander nicht verlassen, wir sind auseinandergegangen. und jetzt hole ich meine klamotten, bücher, tassen und was sich in unserem gemeinsamen alltag sonst so in seiner wohnung angesammelt hat. und das tut dann irgendwie doch verdammt weh.

jetzt geht die reise weiter. ich bin gespannt, mehr ist es nicht. ich will glücklich sein, also bin ich es, ganz einfach. jahrelang hab ich das nicht auf die reihe bekommen, und das reicht.

ich werde rückfällig, ich weine, ich hasse den spiegel und all das, das muss nicht sein. nicht mehr. ich werde 20 und kurz davor wird es 6 jahre her sein, dass ich zum ersten mal den ausweg in selbstzerstörung gefunden habe. das ist zu viel. ich bin zu jung für 6 so beschissene jahre.

also reise ich weiter, aber diesmal nicht mit dem gefühl, eine welt zu tragen, sondern dem gefühl, die welt läge mir zu füßen. ich bin jung, ich bin völlig frei, ich kann hingehn wo ich will, und dort tun, was mir spaß macht, und das ist perfekt. ich habe freunde, die so unglaublich wundervoll sind, dass ich weinen muss, wenn ich an sie denke. ich hab eine gute familie. es geht nicht besser - warum also unglücklich sein? warum sich unglücklich machen?

ich bin froh um diese ansicht, heilfroh. und ich habe sie einem einzigen menschen zu verdanken. wie immer nenne ich hier keine namen, aber er liest es sowieso nicht, und wenn doch, wird er wissen, dass er gemeint ist.

danke, r.

 
und danke k. wenn du nicht wärest. dann wäre ich vielleicht auch nicht mehr.
und danke allen.

ich hab das so schon mal gesagt, und möchte es am liebsten täglich tun:

ich lieb' euch sehr.

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