vor zweieinhalb stunden war ich todmüde und dachte, ich könne endlich schon vor den morgenstunden einschlafen. und dann kamst du. du bist plötzlich da, in meinem kopf, meinen gedanken, in meinem herzen, hier in diesem zimmer, im bett, im sessel, in meinem bauch und es tut so unglaublich weh. es hat schon einmal so wehgetan mit dir; ganz am anfang, als ich ständig angst hatte, dich an die krankheit zu verlieren.
genau so hilflos wie damals fühle ich mich jetzt. ich weiß dass es absolut nichts gibt, dass ich tun kann. nur im gegesatz zu damals, wo mir schon klar, war, dass wir nicht für immer sind, habe ich dich jetzt schon verloren. ich hoffe, so sehr, weil da noch etwas ist, aber ich kann nichts tun. ich kann dich noch nichteinmal erreichen. ich kann dich nicht anrufen, dir keine email schreiben. ich kann nur hier sitzen, an dich denken und hoffen, dass du auch an mich denkst.
ich verstehe, dass du das nicht mehr konntest. ich verstehe nur nicht, wie es soweit gekommen ist, obwohl wir es beide nicht gewollt haben. ich verstehe nicht, wie wir an dem einen tag vor knapp 3 wochen einfach so, ohne mit der wimper zu zucken, auseinandergeglitten sind. ich denke an dich als meinen mann, der du einfach nicht mehr bist. ich frage mich, ob all die tausend, abertausend dinge, die mich an dich erinnern, dich auch an mich erinnern. unser leben läuft wie ein film in endlosschleife an mir vorbei. ich erlebe so vieles zum zweiten, zwanzigsten und zweihundertsten mal. ich frage mich, ob es dir genauso geht. oder ob das alles in dir schon viel früher passiert ist. aber du rauchst. du sahst müde aus. meine gegenwart war dir unangenehm, und dennoch hast du mich umarmt und etwas gesagt, dass du schon immer gesagt hast, wenn ich bei dir geweint habe. ich würde dir gern gutes tun, dabei ich weiß nichteinmal, wo du jetzt bist. einerseits weist du mich ab, andererseits die sms, dass du an mich denkst. und heute kein anruf, obwohl du weißt, dass ich mir sorgen mache- und deine mailbox geht nicht ran, sodass mir nichteinmal vergönnt ist, deine stimme die 2 sekunden zu hören, in denen du deinen namen sagst. du bist hier überall und du bist einfach nicht mehr da.
wir kennen uns, wir mögen uns, wir verstehen uns und vielleicht ist da sogar noch liebe zwischen uns. und trotzdem, wenn ich dir in die augen sehe, bist du nicht mehr der, mit dem ich damals in der stadt dem rauschen des meeres zuhören konnte. ich habe dein vertrauen kaputtgemacht und ich bereue so viel, als würde ich beinah alles bereuen. aber ich hoffe auf zukunft. ich hoffe einfach nur auf zukunft. weil ich dich liebe.
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freu mich drüber :)