Sonntag, 30. Dezember 2012

a.


"Es gibt nicht viele Menschen, die an deiner Schulter weinen.

Es gibt viele Menschen, denen egal ist, was du von ihnen denkst.

a. gehörte beiden Gruppen an. Du weißt eigentlich selber nicht so ganz, was du von ihr halten sollst. Sie zieht dich an, aber gleichzeitig ist sie abstoßend. Jedes Ding in ihrem Leben hat eine Geschichte. Wie die Hose, die sie trägt – ein One-Night-Stand hatte sie vergessen, fortan behält und trägt sie die Hose, mit samt dem Kondom, das in dieser enthalten war (unbenutzt).

a. weiß, wie man Tiere ausstopft, sie liest polnische und russische Kinderbücher, trinkt morgens um Acht Uhr Wein und ihr Lieblingsausdruck scheint “behindert” zu sein. Irgendwie passt sie nicht so ganz in die Welt, erfüllt dann aber wieder das Klischee der Intelligenten und Profanen.

a. liebt viele Männer, viele Männer lieben a.

Aber sie ist wählerisch. Zumindest heute. Sie abstrahiert ihren Körper von ihrem Kopf, Sex scheint ihre Droge zu sein. Sie ist unterwürfig.

Ihrem Freund gefällt das. Wenn man ihn als Freund bezeichnen kann. Er hält sie zusammen (nachdem er sie regelmäßig in Stücke haut) und sie gibt sich ihm hin. Er will sie, wie noch nie jemand zu vor sie wollte.

Einmal stand ich mit a. an einem Wehr. Das Wasser rauschte und sie sang, so laut sie konnte. Sie erklärte mir, dass sie als klassische Sängerin ihre Stimme nicht hört, sie spürt ihre Stimme, deswegen sei es unerheblich wie laut das Wasser sei.

Ohnehin konnte nur ich sie hören – nach kurzer Zeit vermischte sich ihr Gesang mit dem Rauschen und auch als sie still war hörte ich sie immer noch in den Fluten."


nicht ganz. aber so sehr nah dran.
kunst. a+x.
 

danke.


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