niemand bringt mich schneller zu tränen. niemandes worte verletzen mehr.
ich hab noch nie so sehr nicht geglaubt.
du bringst mich in die schlimmste verzweiflung. seit so langer zeit habe ich wieder das dringendste bedürfnis, mir weh zu tun, mir wird nacht für nacht bewusster, wie nah ich eigentlich am selbstmord bin. dass nicht irgendwelche depressionen das problem sind, dass das der grund ist, warum meine medikamente nur phasenweise etwas bringen. ich merke, dass das wirkliche problem, der grund für meine unfähgkeit irgendetwas zu tun, für meine angst und ohnmacht dem leben gegenüber mein emotional völlig desolater zustand ist.
und da kommst du ins spiel. nach zwei jahren nähe, die ich so noch nie jemandem gegenüber zulassen konnte, ist nichts passiert. zwei jahre, in denen ich dir alles gegeben habe, und dennoch habe ich angst vor dir, kann mich nicht fallen lassen, kann nicht glauben, dass sich jemals etwas ändern wird. und habe gleichzeitig völlig überhöhte anforderungen an dich. und mit jedem in meinem paranoiden verstand falschem wort verrätst du mich.
ich fühle mich verraten.
obwohl niemand vor dir auf diese weise da war wie du.
niemand hat mich so sehr beschützt.
niemand ist nachts zu mir gefahren, weil es mir schlecht ging.
niemand hat so lange grausame gespräche über sich ergehen lassen.
niemand sagt mir, wenn ich mich am meisten hasse, dass er mich mag.
trotzdem. mit jedem schweigen, jedem vertrösten, jedem abweisen fühle ich mich verraten.
und jedes mal, wenn einer dieser krassen teile in meinem kopf durchbricht, kann ich nichts mehr verstehen. wenn du nächtelang mit meinem kopf streitest und ich einfach nur daneben sitze und mir alles anhöre, was irgendwie unmöglich von mir kommen kann, obwohl es das offensichtlich tut, möche ich mir schnellstmöglich ein ende setzen, weil das alles mir einfach schreckliche angst macht.
auch die wenigen momente, in denen ich gesagt habe, dass ich dich liebe, auch das ist ein teil in meinem kopf, der einfach nicht immer da ist. und weil ich fürchte, dass ich nie ein normales emotionales leben führen werde, will ich so oft einfach ganz darauf verzichten.
in solchen nächten, in denen ich einfach auf schlaf verzichte, weil ich mich nicht fähig fühle, aufzustehen und ins bett zu gehen, denke ich nicht darüber nach. ich denke eigentlich gar nicht darüber nach. es tut nur einfach immer weh. körperlich weh.
ich hoffe so oft, dass du mich loslässt, damit ich gehen kann. ich hoffe so sehr, dass es dir irgendwann zu viel wird, dass du keine nerven, keine kapazitäten mehr für mich übrig hast, und ich dann diesen einen schritt noch gehen kann, an dem mich nur deine arme hindern. damit ich mich nicht mehr mit mir quälen muss.
vielleicht ich hoffe einfach nur so sehr auf den moment in dem mir bewusst wird, dass ich keine angst haben muss, dass alles gut wird, dass du nicht weggehst, dass mein kopf aufhört mich zu ficken und dass ich irgendwann ganz normal leben kann. nur ist das leider nicht möglich. es wird jahre dauern, vielleicht nicht nur therapie. vielleicht nicht nur ambulant. vielleicht mit medikamenten.
ich will das nicht.
und ich glaube dir einfach nicht, dass du sojemanden willst.
dafür zerstörst du einfach viel zu systematisch jeden moment, in dem ich kurz das gefühl habe, etwas zu bedeuten.
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freu mich drüber :)