Donnerstag, 28. April 2011

pouvons-nous imaginer qu'il y a un soleil ni noir ni blanc?

a moment you felt the most satisfied with your life.

schwierig.
ich bin nicht unzufrieden mit meinem leben, so sehr ich mich manchmal auch hasse.
aber ein tag, der vergleichsweise kurze zeit her ist, war so durch und durch perfekt, dass ich ihn niemals hergeben möchte.
es war im mai letzten jahres; es hatte viel zu viel geschneit zu der zeit, ich war unsicher, unzufrieden, gleichgültig.
eine beziehung war soeben zu ende gegangen; das hatte mir nicht wehgetan, was mich zum glauben brachte, ich sei zu eine nennenswerten gefühlsregungen nicht mehr fähig.
eines tages im mai also fuhr ich mit dem zug in eine größere stadt und dort die nacht durchzutanzen. 20 minuten nachdem ich die disco betrat wurde ich angesprochen - wir kamen ins gespräch, verließen die disco, redeten die ganze nacht. am bahnhof gab er mir seine nummer, bat um einen anruf.

und hier kommen die perfekten stunden. ich fuhr zurück. mit 3 mädels im zug. zum ersten mal seit tagen war die wolkendecke aufgerissen (ja, meteorologisch, nicht im übertragenen sinn). "das ist dein sonnenaufgang" ich wusste, dass da keine zukunft ist, zwischen diesem mann, der 8 jahre älter und mir doch so ähnlich war, und mir.
allein mit dem bus weiter. badewanne. einige stunden schlaf. ich schickte eine sms.

er rief an, wir blieben trotz 400 km entfernung in kontakt, redeten nächtelang, schrieben die schönsten mails, führten die intellektuellsten gespräche, stritten, weinten, lachten, waren wütend, hatten sehnsucht. vielleicht war es ein wenig liebe. ich habe mich nach 5 monaten freifall bedankt. im oktober. und bin gegangen. habe bereut.

nie zuvor und nie danach hat sich das leben so perfekt angefühlt, wie am 22. mai.
wobei einige momente ein wenig näher rankamen als andere.

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